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Der größte Markt der Welt öffnet sich.

Am 2. /3. November 2017 fand das erste Arbeitstreffen zwischen Vertretern der deutschen Industrie und der chinesischen Wirtschaftsförderung in Baden-Baden und Potsdam statt. Das gestiegene Interesse deutscher Unternehmen für den chinesischen Markt und die Entstehung eines Industriekomplexes innerhalb der blühenden wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungszone Zhenjiang bot den Anlass für das Arbeitstreffen.

Gebündelt präsentierte Yujiang YU, sowohl die Region im Allgemeinen, als auch ein Vorzeigeprojekt auf Regierungsebene zwischen China und der Schweiz. Als Vize-Direktor des Sino-Swiss Zhenjiang Ecological Industrial Park (SSZEIP) betonte er stolz, dass Zhenjiang über die beste Wasser- und Luftqualität in China verfügt. Die Großstadt Zhenjiang beherbergt in der innovativen „Neuen Zone“ über mehrere Industriezweige, darunter auch Schifffahrt, Raumfahrt und Automobilherstellung. Dabei übte Zhang YI, der stellvertretende Geschäftsführer von SSZEIP kollektive Selbstkritik und kehrt Probleme nicht unter den Teppich: „China hat Mängel auf interkultureller und organisatorischer Ebene“. Durch den offenen Umgang mit Zweifeln lädt YI mutig zum Dialog ein.

China hat inzwischen erkannt, dass hohe Qualität für das dauerhafte Wirtschaftswachstum unersetzlich ist. Um die hohe Qualität der Produktion zu gewährleisten, öffnet China für ausländische Fachkräfte viele Möglichkeiten. Speziell eingerichtete staatliche Fonds, wie Zhenjiang Hi-Tech Venture Capital Co. Ltd unterstützen die Einrichtung neuer Unternehmen administrativ und finanziell. Stellvertretender Geschäftsführer des Fonds Junqiang LI erklärte den Aufbau und die Investitionsschwerpunkte der Wirtschaftsförderung. Ein großes Problem für Unternehmen können Liquiditätsmängel werden. Durch Investitionen und erleichterte Konditionen entlasten Förderfonds die Unternehmen in der Anfangsphase und ermöglichen stabiles Wachstum.

Betreuende Büros für deutsche Unternehmen sind sowohl in China als auch in Deutschland eingerichtet. Der Ansprechpartner für alle Anliegen in Deutschland ist die Unternehmensgruppe Schabany. Einen Insidertipp gibt Herr YU: „Die nächsten zehn Jahre sind die beste Zeit für deutsche Neugründungen auf dem chinesischen Markt“. Frau Schabany empfiehlt jedoch, frühzeitig einzusteigen, weil anfangs die Fonds noch voll sind und somit die besten Fördermöglichkeiten bestehen. Auch lassen sich zu Beginn individuelle Konzepte und Sonderwünsche leichter verwirklichen.